Von der Ahnung

Ich hatte mich selber satt, stundenlang wartete ich vor einem Brunnen, ich wusste ja dass sie nicht kommen würde, denn wir hatten nichts vereinbart.
Trotzdem spürte ich jedes Mal ein Zucken und ein nervöser Aufschrei tat sich in meinem Inneren auf, wenn jemand um die Ecke kam, oder es aussah, als käme jemand auf mich zu.

Seltsam, jedes Mal wenn ich von meinem inneren rede, habe ich den Eindruck, ich spalte mich in zwei Hälften.
Ich versuche mich zu beobachten, wie ich in mein inneres hineindränge, wie ich gar nicht erst darüber nachdenke, dass es auch gefährlich sein kann, durch dieses Innere zu gehen.

Am Ende aber fange ich mich doch wieder auf, immer kurz bevor ich die Schreie spüre, die ich aus dem Inneren hören kann, stille Schmerzen die eine Wand hinauflaufen.
Schreie die ich gut erkennen könnte, wenn ich wollte.

Aber ich liebe es mit mir zu spielen, mir vorzumachen wie die Welt ist, die Welt hängt an Drähten, sage ich mir dann.
Ich falle über diese Worte nicht her, ich kreise sie nicht einmal ein, ich versuche nur, in diesem schlichten Ton, aus dem der Text hier gemacht ist, etwas zu erfahren, etwas das mir weiterhilft zu existieren.

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